Jan Corven

Hier reden die Toten lauter

Historisch-regionaler Noir — sechs Serien quer durch siebzig Jahre
deutsche Geschichte, vom Weimarer Berlin bis ins Salzburger Tal von heute.

Jan Corven — Sigill

Das Imprint

Sechs Serien. Siebzig Jahre. Eine Erzählweise.

Jan Corven ist kein Autor, sondern ein Versprechen: kein Cosy, kein Lederhosen-Krimi, keine Postkarten-Idylle. Sechs Serien laufen unter seinem Namen, jede in einer anderen Epoche, jede in einer anderen Region — und zusammen ergeben sie ein Brennglas auf siebzig Jahre deutsche und österreichische Geschichte.

Schattenjahre beginnt im Berlin der späten Weimarer Republik, zwischen Hyperinflation und braunem Aufmarsch. Trümmerasche führt in die Nachkriegszeit, in den moralischen Schwebezustand zwischen Befreiung und Verdrängung. Kohlenstaub erzählt vom Ruhrgebiet der späten Siebziger, als die Schächte schließen und die Söhne der Bergleute andere Wege finden, ihr Geld zu verdienen. Der Osten ist rot spielt im DDR-Magdeburg vor und während der Wende. La Familia folgt einer süditalienischen Migrantenfamilie quer durch die Bundesrepublik — und Blutalm spielt heute, in einem Salzburger Bergdorf, in dem unter jedem Stein eine andere Generation Schweigen liegt.

Im Schnittpunkt von Aichner, Wolf Haas, Mechtild Borrmann und Andrea Maria Schenkel. Hardboiled, sozialrealistisch, regional verankert — ohne Folklore, ohne Heimatkitsch. Jedes Heft ein abgeschlossener Fall. Jede Serie ein Schichten-Bogen, der Heft für Heft tiefer freilegt.

Heft 1 — bald erhältlich

Blutalm

Blutalm · Heft 1 · ~35.000 Wörter · Tennengau, Gegenwart Hochwöllach, Salzburger Land. 380 Einwohner. Zwei Gasthäuser, eine Kirche, ein Bürgermeister, der seit zwanzig Jahren regiert. Postkarten-Idylle für die Touristen — für die Einheimischen ein Geflecht aus Verwandtschaft, alter Macht und Schweigen, das vier Generationen zurückreicht.

Major Valentin Pichler, 38, Wiener Mordkommission, strafversetzt: Er hat einem hohen Beamten wegen einer Vergewaltigung nicht nachgegeben, dafür wurde er aus Wien geschoben. Jetzt ermittelt er in einem Tal, in dem niemand redet. Im Lammerbach treibt eine Leiche. Die Inspektorin der örtlichen Polizei kennt jedes Haus seit ihrer Geburt. Der Pfarrer kennt die Beichten von vier Jahrzehnten. Der Alte Hiasl, 89, kennt das Tal seit 1938.

Die Idylle ist die Maske. Das Tal ist die Wahrheit. In Vorbereitung

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Kein Spam, keine Werbung, keine fremden Verteiler. Nur eine Nachricht, wenn das erste Corven-Heft auf Amazon Kindle Unlimited live geht — und gelegentlich ein Blick hinter die Welt: Recherche-Notizen aus den Lammertaler Höfen, Aktenmarker aus den Stasi-Archiven, ein Ruhrkohle-Foto, das eine Geschichte zwei Sätze früher anfangen lässt.